Rüstungen
"Körperpanzerung erfreute sich seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen großer Beliebtheit, schützt sie doch vor unliebsamer Fremdeinwirkung. Lediglich Gewicht und Schutzfaktor unterscheiden einzelne Panzerungen im Groben voneinander, wobei man natürlich auch unterschiedliche Materialien und Verarbeitungsweisen in die Rechnung einbeziehen muss.

Die von uns primär verwendete Rüstung ist ein Schienenpanzer vom Typ Lorica Segmentata, erstmals in Kalkriese nachgewiesen. Er ergänzte die Reihen der Legion, welche sonst in ein Kettenhemd, die Lorica Hamata, gekleidet war, um ein starkes Stück Panzerung. 
Die segmentata besteht aus sich überlappenden Metallschienen, die auf der Innenseite durch Lederstreifen verbunden sind. Starke Schulterstücken und Oberarmlamellen schaffen einen gegen Hiebe fast undurchdringlichen Schutz. Das Kettenhemd hat zwar den Vorteil des Gewichtes, ist aber gegen Beschuss und scharfe Spitzen eher mittelmäßig geeignet. Auch die klassische Schulterdopplung der hamata kann lediglich Stiche von oben über den Schild abwehren, da die kinetische Energie von oben geringer ist, als bei einem im 90°-Winkel geführten Stich von vorn. Die segmentata bietet nun relativ umfassenden Schutz. Stiche werden durch die Rundungen abgeleitet, und Hiebe werden durch die überlappenden Lamellen abgemildert. Natürlich fehlt der Tiefenschutz größtenteils, aber es ist anzunehmen, dass ein breiter Schild dies kompensieren soll.
Was das Verstauen der segmentata oder auch das anziehen angeht, ist sie deutlich im Nachteil. Sie ist sperrig, schwer und das Verschlusssystem hat so seine Mängel. Am besten hat man einen Helfer, der einem die Rüstung anzieht und darauf achtet, dass keine Lücken entstehen. Ein Kettenhemd zieht man in 20 Sekunden über den Kopf, gürtet sich, und fertig.
Ein im 4. Jhd. erwähntes, aber leider nie gefundenes Ausrüstungsstück ist die "subarmalis", ein Vorgänger des späteren Gambesons. Dieses Kleidungsstück besteht in unserem ersten Versuch aus einem Westenähnlichen Korpus aus Segeltuch, der im Bereich von Brust und Schultern dick gepolstert wurde. Auf den Schultern und im Nacken wurde sie mit Ölleder verstärkt, um den Abrieb durch die Rüstung gering zu halten. Insgesamt dient die subarmalis der zusätzlichen Schlagdämpfung und dem Schutz der Tunika vor dem Fett und Öl der Rüstung, sowie umgekehrt zum Schutz der Rüstung vor Schweiß und Korrosion. Das Segeltuch hat ferner den charmanten Vorteil eines leichten Schmirgeleffekts, was sich positiv auf Flugrost auswirken mag. Unser zweiter Versuch erwies sich bisher als erfolgreicher. Teil 1 war nach kurzer Nutzung derart versifft, dass man sich besser nur in der Nähe starker Raucher oder von Menschen mit ähnlich eingeschränktem Geruchssinn bewegen konnte. Teil 2 nun besteht komplett aus Filz. Wir haben pteryges (Streifen) an Schultern und Hüfte angesetzt, und eine Schulter- und Brustdopplung im Stile der Hamata. Vorteil: Lässt sich mittels Seifenlauge reinigen. Nachteil: Hält auch im Sommer warm. SEHR warm. Die optimale Lösung ist also noch nicht gefunden, aber wir arbeiten weiter dran.
Neuigkeiten
 
11.11.2010: Auftritt am Paulsen-Gymnasium

4./5.12.2010: Winterlager der Legion im Aalemannufer. Interessierte sind herzlich willkommen. (http://www.jfe-aalemannufer.de)

5.1.2011: Wir wünschen allen ein Frohes, Neues Jahr !
Aufgrund des Missbrauchs unserer "Kontakt"-Seite
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