Waffen
"Waffen der schweren Infanterie (Hastati)


Aufgrund der Fundlage lässt sich mit Sicherheit sagen, dass der Gladius vom Typus "Mainz" für unsere Darstellung der richtige ist. Er wurde durchgehend verwendet, und erst im 1. Jhd. n. Chr. vom Pompeii-Typus abgelöst.
Die Klassifizierung wird anhand von Klingenformen vorgenommen, und anhand von Scheidenformen. Während man davon ausgeht, dass etwa 15 v.Chr. eine Aufhängung an vier Ringen in Mode kam, unterliefen die einzelnen Klingenformen doch Veränderungen.
Ab dem wahrscheinlich 3. vorchristlichen Jahrhundert bis zur Ablösung durch die Spatha im späten 2. nachchristlichen gab es drei Haupttypen, die man unterscheidet - den Mainz, Hispanicum, und den Pompeii-Typus. Hierbei ist generell eine Tendenz zu leichteren Schwertern zu erkennen, bis dann mit der Spatha endgültig größerer Reichweite der Vorzug gegeben wurde.
Die Kampftechnik für den Gladius ist generell die des schnellen Stiches. Man hält das Schwert hinter dem Schild verborgen, was den Vorteil hat, dass der Gegner nicht genau erkennen kann, auf welcher Höhe das Schwert ist. Gibt sich der Gegner eine Blöße, nachdem er sich am Schild verausgabt hat, erfolgt ein gut gezielter Stich, meist in Bein oder Unterleib, wenn der Gegner ebenfalls einen Schild besitzt, oder von schräg oben durch die Halsbeuge in den Brustkorb.

Der Pugio ist die klassische Seitenwaffe des Legionärs. Ein zweischneidiger, langer Dolch, mit breiter Klinge. Im Prinzip eine kleinere Variante des Gladius, und in der Kampftechnik ähnlich, taugt der Pilum als "last resort weapon", wie auch als Angriffswaffe im dichtesten Getümmel. Was ihn bei der Verwendung mit dem Panzertyp Lorica Segmentata besonders wertvoll macht ist die Tatsache, dass man mit ihm sehr schnell die vordere Schnürung öffnen kann, um einem Verwundeten die Qual des langwierigen Ausziehens zu ersparen und ihn möglicherweise eher zu retten.

Im Arsenal befindet sich auch eine Wuchtwaffe, die man nicht unterschätzen sollte. Der Schild, oder scutum - ein über 5 kg schweres Stück gebogenes, mit Tuch oder Leder bespanntes Holz, in dessen Mitte ein dicker Schildbuckel prangt. Ein geübter Kämpfer kann mit diesem Schild vernichtende Hiebe austeilen, um seinen Gegner zu schwächen, Knochen zu brechen, oder den Gegner zurückzudrängen. Man unterscheidet hierbei zwischen Schildhieb, der mit der Unterkante des Schildes ausgeführt wird, im Prinzip wie ein Stich, und Schildstoß, wobei der Legionär sein gesamtes Gewicht hinter den Schild stemmt, um einen vorwärts gerichteten Rammstoß durchzuführen, bzw. sich gegen einen Sturmangriff zu stemmen.

Zu guter Letzt ist da noch das pilum, ein schwerer Wurfspieß, dessen effektive Reichweite - abhängig von Verfassung und Training des Werfers - zwischen 15 und 30 m variiert. Wird er als Wurfwaffe eingesetzt, dringt die Spitze in den Schild des Gegners (oder optimalerweise in den Gegner selbst) ein, und verbiegt sich dort. Das zusätzliche Gewicht immobilisiert den Schildarm des Gegner, und zwingt ihn, seine Verteidigungswaffe fortzuwerfen. Die Spitze ist im Gegensatz zum Mittelteil gehärtet - so lässt sich a) eine bessere Wirkung im Ziel erreichen und b) bei erfolgreicher Bergung der Waffe die Spitze wieder gerade schmieden, sofern kein Metallbruch entstanden ist. Und selbst wenn, ist die gesamte Spitze leicht zu ersetzen.
Neuigkeiten
 
11.11.2010: Auftritt am Paulsen-Gymnasium

4./5.12.2010: Winterlager der Legion im Aalemannufer. Interessierte sind herzlich willkommen. (http://www.jfe-aalemannufer.de)

5.1.2011: Wir wünschen allen ein Frohes, Neues Jahr !
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